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 DER GLANZ

 DER HIMMEL

 Die Basilika

 von Justinian

„Ich trete durch das herrliche Peristyl in das Gotteshaus mit seinen drei prächtigen Apsiden ein und jauchze vor Glück. Beim Anblick der golden glänzenden Säulen und dem so kunstvoll ausgeführten Mosaikwerk verwehen die die dunklen Wolken meines Schmerzes. Ich schaue die strahlenden Verzierungen an, als wären sie Gestirne, denn in der Kunstfertigkeit spiegelt sich der Glanz der Himmel wider.“

 

Patriarch Sophronius (603-604)

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DER GLANZDER HIMMEL

Die Basilikavon Justinian

 

„Ich trete durch das herrliche Peristyl in das Gotteshaus mit seinen drei prächtigen Apsiden ein und jauchze vor Glück. Beim Anblick der golden glänzenden Säulen und dem so kunstvoll ausgeführten Mosaikwerk verwehen die die dunklen Wolken meines Schmerzes. Ich schaue die strahlenden Verzierungen an, als wären sie Gestirne, denn in der Kunstfertigkeit spiegelt sich der Glanz der Himmel wider.“

Patriarch Sophronius (603-604)

 

Im Mittelpunkt des zweiten Abschnitts steht das großartige Gebäude mit den drei Apsiden, das der oströmische Herrscher Justinian Ende des 6. Jahrhunderts erbauen ließ und das praktisch intakt auf uns gekommen ist.
Zu den faszinierendsten Entdeckungen der neuen archäologischen Arbeiten zählt sicherlich das „Lichtritual“. Sehr fragile Glaslampen, die die antike Basilika beleuchteten, wurden in einer Ecke zwischen der in justinianischer Zeit gerade abgetragenen Fassade Konstantins und dem neuen Säulengang geborgen. Dazu erhalten die Besucher einen Eindruck von den Farben der ursprünglichen Fresken der konstantinischen Zeit und können ein fein behauenes Kapitell betrachten, die im antiken Taufbecken gefunden wurde und praktisch ein eigenes, kleineres Taufbecken darstellte.
„Im einundzwanzigsten Jahr der Herrschaft des Justinian erhoben sich in Palästina die Samariter und zerstörten alle Kirchen, legten Feuer und mordeten viele Christen, folterten sie grausam und töteten den Bischof von Nablus. Dies kam König Justinian zu Ohren, der viele Soldaten schickte, welche eine große Zahl von Samariter töteten. […] Er befahl seinem Legaten, die Kirche von Bethlehem abzureißen, die klein war, und an ihrer Stelle eine prächtige, große und schöne Kirche zu errichten, wie sie nicht einmal Jerusalem hat.

Eutichius, Patricarch von Alexandria (ca. 876 – Corpus Scriptorum Christianorum Orientalium)